Handarbeit
made in germany
Ihr neuer Schuh

Schritt für Schritt in Handarbeit gefertigt

Am Anfang jeder Modellentwicklung steht der Leisten. Dieser definiert die spätere Form des Schuhs. Bei der Entwicklung eines Schafts, also des Schuhoberteils, steht am Anfang viel Handarbeit. So entstehen die ersten Musterschäfte in reiner Handarbeit. Erst wenn ein Modell bezüglich Form und Passform überzeugen konnte, beginnt die Ausarbeitung im CAD. Im Anschluss erfolgt die Konstruktion der Einzelteile, die Gradierung (d.h. die Skalierung der Modelle in alle später erhältlichen Größen) sowie die Erstellung der notwendigen Daten für die später für die Produktion notwendigen Stanzmesser. Es ist ein langer Weg vom ersten Entwurf bis zum zertifizierten Berufs- und Sicherheitsschuh.

1. Stanzen

Der Zuschnitt der einzelnen Schaftteile geschieht mit Hilfe von Stanzmessern. Diese haben exakt die Form der einzelnen Schaftteile und bestehen aus ein- bzw. beidseitig angeschliffenem Stahl. Desweiteren bieten eingearbeitete Kerben, Zacken und Dorne beim späteren Zusammenfügen Anhaltspunkte.

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 2. Schärfen

Damit beim Aufeinandernähen der Schaftteile keine störenden Übergänge entstehen werden die Kanten abgeschrägt und dabei ca. 50% der Dicke des Leders abgetragen.

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3. Steppen

Das präzise Zusammenfügen der vorbereiteten Schaftteile aus unterschiedlichen Materialien erfordert eine hohe Qualifikation der MitarbeiterInnen. Nachdem die Oberlederteile vernäht sind, wird das Futter angehängt und umgeschlagen (gestürzt).

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4. Strobeln

Beim Strobeln wird der Schaft bestehend aus Obermaterial und Futter bündig mit der Brandsohle vernäht. Vorteil dieser Methode ist das geringe Gewicht und die hohe Flexibilität. Besonderheit bei gestrobelten Schürr-Modellen sind die in die Brandsohle integrierten Gel-Teile der 3-fach Dämpfung bzw. 3-fach Dämpfung plus.

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5. Zwicken

Bei der sog. AGO-Machart wird der Schaft mit Zwickzangen über den Leisten gespannt, geformt und mit der Brandsohle verklebt. Die Verklebung geschieht meistens mit Strangklebstoff (in etwa wie bei einer Heißklebepistole).

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6. Plan schleifen

Nach dem Zwickvorgang muss die Unterseite des Schafts wieder plan geschliffen werden. Dabei muss darauf geachtet werden, nicht zu viel Material abzutragen bzw. die Gelteile der 3-fach Dämpfung nicht zu beschädigen.

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7. Rauhen

Um später eine optimale Verklebung von Sohle und Schaft zu gewährleisten, wird der Sohleninnenrand der PU- und Gummisohlen angerauht.

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8. Vorzeichnen

Von Hand wird der Sohlenrand am Schaft vorgezeichnet. An diese Vorzeichnung muss sich beim Klebstoffauftrag akribisch gehalten werden.

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9. Streichen

Klebstoff wird auf die vorbereiteten Schäfte und Sohlen aufgetragen. Dies geschieht von Hand und teilweise in mehreren Durchgängen.

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10. Sohle auflegen

Die mit Klebstoff vorbereitete Sohle wird mit Hitze kurz aktiviert und dann von Hand auf den ebenfalls mit Klebstoff bestrichenen Schaft aufgelegt. Anschliessend wird diese für eine dauerhafte Verbindung verpresst.

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